Turnierbericht

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Eine Meisterschaft mit völlig neuen Erkenntnissen

Die Kreismeisterschaft „Schmalkalden Meiningen 2013“ fand gestern im Suhler „Slickwillys Billardcafe“ statt. Die Teilnehmer wurden wieder durch ein tolles Turnier, einer gastlichen Atmosphäre und einigen erwähnenswerten Episoden entschädigt.

Nach 8-stündigen Kampf konnte Andre Herzog aus Bad Liebenstein, welcher Angela Jauß aus Weimar im Heads-Up besiegte, das begehrte Bracelet in Empfang nehmen. Den dritten Platz belegte der erfolgsverwöhnte  Chris Enders aus Sömmerda vor der besten Einheimischen Ilse Kleinmichel. Der Vorjahrssieger Lars Filster belegte wieder einen hervorragenden 6. Platz. Diese Ergebnisse zeigen bereits, dass dieses Mal der Frauenanteil erfreulich hoch war. Lydia Ziegler aus Hohenroth, Gesine Brück aus Suhl, Katja Marle aus Gera und Franziska Schreiber aus Leipzig trugen dazu bei, dass der Frauenanteil mit 25 % im Unterschied zu sonstigen Pokerveranstaltungen, sehr hoch war. Vielleicht ist dies aber kein Zufall und die Anzeige einer Trendwende, welche ich persönlich als sehr positiv empfinden würde. Folgende Episode soll dies untermauern.

Vier Spielerinnen bzw. Spieler waren noch im Rennen. Die Blind waren 10.000/20.000. Der Average lag bei 82.000 Chips. Angela Jauß hatte als Big nur noch 30.000 Chips. Ihr Big Blind von 20.000 Chips wurde mit einem Rais  und einem weiteren Call bedient, was ihr die Entscheidung leicht machte, ihre letzten Chips einzuschieben, zumal sie mit A 8 nicht einmal die schlechteste Karte hatte – glaubten alle Umstehenden. Irrtum, sie legte ihre Karten weg und verschob ihre Chance auf das nächste Spiel, in der sie als Small Blind mit dem Rest von 10.000 Chips agieren wollte.

Alle umstehenden Besserwisser, mit mir an deren Spitze, erklärten ihr, dass dies Unsinn ist. Lange Rede kurzer Sinn, sie hätte die geschilderte Hand verloren, die Folgehand hat sie jedoch mit den 10.000 Chips gewonnen. In der Folge konnte sie sich mit einer imponierenden Serie sogar zeitweise zum Chipleader hocharbeiten. Am Ende hat sie das Bracelet nur knapp verfehlt. Was ist die Moral der Geschichte, man sollte die Besserwisserei lassen, zumal man schon ausgeschieden ist und einmal auch den Bauch entscheiden lassen, so wie das Angela gemacht hat. Gefreut haben wir uns alle  über den weiteren Verlauf für Angela, nur Chris und Ilse nicht, sie wurden dadurch hinter ihr platziert.

Sind es nicht auch diese Geschichten, die unseren schönen Sport so interessant machen. Ich meine ja!

Dr. Klaus Dietze
-Turnierleiter-


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