Turnierbericht

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Erfolgreicher Start der Bracelet Meisterschaften in Thüringen

Der Verlauf der diesjährigen Meisterschaft des Saale-Orla Kreis hat wiederum das gehalten, was Pokerspieler in unseren „Landen“ vom Veranstaltungsort Pößneck alljährlich erwarten. Ein liebevoll hergerichteter Pokerraum, aufmerksam freundliche Bedienung, aber was für Pokerspieler das Entscheidende ist, ein anspruchsvolles Pokerturnier. Es konnte den Ansprüchen an eine Meisterschaft voll und ganz gerecht werden.

Der Eine oder Andere wird jetzt sagen, das sind doch Selbstverständlichkeiten. Dem stimme ich zu, möchte dem aber auch widersprechen.

In Zeiten, in denen, meinen Beobachtungen zufolge, das Cash Game Spiel außerhalb jeglicher Öffentlichkeit und Gesetzlichkeit immer mehr zunimmt, ist es nicht selbstverständlich wenn Pokerspieler den Weg zu Turnieren der Poker-Bundesliga finden. Zu Turnieren auf denen man mittels einer finanzierbaren  Startgebühr in aller Öffentlichkeit und im Rahmen der geltenden Rechtsprechung an einem anspruchsvollen Pokerturnier teilzunehmen, um mit Gleichgesinnten im sportlichen Wettstreit seinem Hobby nachgehen zu können.

Der Erfolgreiche erhält zwar keine finanziellen Werte, sondern die Prämierung erfolgt lediglich mit Bracelet, Pokalen und Medaillen. Alles Dinge, welche mehr die sportliche Leistung bewertet und für die Erinnerung gedacht sind. Höher als diese Meriten ist jedoch der Weg zu diesem Erfolg zu bewerten. Der Unterschied zum Cash Game besteht darin, dass der Misserfolg bzw. die Niederlage nicht mit materiellen Verlusten des Betroffenen verbunden ist, sondern die Niederlage eher als Erfahrung für zukünftige Turniere genutzt werden kann.

Der Erfolg bzw. die Erfahrung dagegen, befähigt den Spieler auch ab und zu an einem Profi-Pokerturnier teilzunehmen und das mit Erfolg. Den auch dort kann man den durchaus wirkenden Glücksfaktor nicht erlernen, jedoch den Umgang damit. Was man aber erlernen kann, ist die Strategie und Taktik, die Bewertung und der Umgang mit dem Mitspieler und einfach ausgedrückt die Beherrschung des anspruchsvollsten Kartenspiel der Welt. Damit wird mehr und mehr dem Amateurspieler auch die Angst genommen, sich mit den Besten der Besten bzw. mit denen die meinen es zu sein, am Pokertisch zu messen.

All das ging mir während des Turniers und auf der längeren Heimfahrt durch den Kopf mit dem Ergebnis, dass es sich lohnt auch weiterhin solche Turniere zu organisieren und durchzuführen.

Nun aber zum gestrigen Turnier.

Das Vereinshaus wurde wieder mit viel Liebe und Geschmack hergerichtet und für die dritten Kreismeisterschaften im Saale-Orla-Kreis vorbereitet. In der „Ehrenecke“ häufen sich mittlerweile eine Vielzahl Pokale und Medaillen von den verschiedensten Veranstaltungen, in erster Linie von Turnieren der Poker-Bundesliga.

Dass die Freude beim Sieger Michael Güntner besonders groß war ist verständlich, war es doch sein bisher größter Erfolg und er ist ein Einheimischer. Mit diesem Titel nahm er Einzug in die „Hall of Fame“ der Poker-Bundesliga.

Im Heads Up besiegte er Lars Schmidt aus Glauchau. Den dritten Platz belegte Frank Schäfer, welcher aus Bayern zurückkehrte und nun wieder regelmäßig an Turnieren der Poker-Bundesliga teilnehmen wird. Zumindest hoffen wir das, denn mittels seiner spielerischen Fähigkeiten würde er das Niveau unserer Veranstaltungen weiter bereichern.

Bemerkenswert ist noch, dass immerhin 8 Thüringer den Final Table erreichten. Als das schönste Resultat dieser Meisterschaft bewerte ich jedoch die Zufriedenheit aller Teilnehmer und ich bin mir sicher, dass alle auch zu den noch ausstehenden Meisterschaften Thüringens nach Pößneck und Suhl kommen werden.

Allen Finalisten und Teilnehmern unser herzlicher Glückwunsch für dieses tolle Event.

Dr. Klaus Dietze


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